Das Bienenvolk, auch Bien genannt, ist ein sehr komplexes System, das sich in seiner Zusammensetzung im Jahresverlauf stark ändert und als Gesamtorganismus anzusehen ist. Das Volk besteht aus einer Königin, den Arbeiterinnen und den Drohnen.

 

Die Königin (auch Weisel genannt)

Sie ist das einzige voll entwickelte Weibchen im Bienenvolk. Sie entwickelt sich in den besonders gro ßen Weiselzellen innerhalb von 16-19 Tagen. Ungefähr sechs Tage nach dem Schlüpfen fliegt sie auf ihren Hochzeitsflug und paart sich mit bis zu 25 Drohnen. Den Samen der Drohnen speichert sie während ihrer gesamten Lebenszeit, die zwischen 4 und 6 Jahren betragen kann.
Von Januar bis September legt die Königin alleine alle Eier, Im Mai und Juni beträgt die Legeleistung bis zu 2000 Eier pro Tag! Je mehr Eier die Königin legt, desto mehr Pheromone gibt sie an das Volk ab, das durch den sozialen Futterstrom im Volk weitergegeben wird. Es bewirkt den Zusammenhalt des Volks und unterdrückt die Entwicklung der Eierstöcke der Arbeiterinnen.
Die Königinnenzellen kann man in Nachschaffungs- oder Schwarmzellen unterteilen. Diese sind wesentlich größer als alle anderen Zellen, man erkennt sie bereits auf den ersten Blick. Die Nachschaffungszellen werden in der Mitte eines Rähmchens angelegt, um die bereits existierende oder verloren gegangene Königin zu ersetzen. Die Schwarmzellen findet man am Rand des Rähmchens. Dort wird eine neue Königin gezogen, damit die alte ausziehen/schwärmen kann.

 

Die Arbeitsbienen

Sobald eine Jungbiene nach 21 Tagen geschlüpft ist, ist sie noch relativ stark behaart, und bleibt für die ersten Tage im Stock, um die Brut zu pflegen und die Zellen zu putzen. Ab dem vierten Tag füttern sie die Brut, pflegen die Königin, nehmen das Futter ab und stampfen den Pollen ein. Nach ungefähr 10 Tagen hat die letzte Station des Innendienstes begonnen, jetzt schwitzt sie Wachs aus und baut Zellen. Ab dem 19. Tag. beginnt sie mit Flug- und Orientierungsübungen, damit sie den Außendienst antreten kann. Wenn sie das erste Mal ausfliegt, schaut sie mit den Augen zum Eingang ihres Stocks (fliegt also rückwärts), um sich die Lage einzuprägen. Dabei wird sie zum Wächterdienst am Flugloch abgestellt, denn dann hat sich genügend Gift in ihrer Stachelblase gebildet, um das Volk verteidigen zu können. Bienen leben nur noch wenige Minuten, wenn sie gestochen haben. Bei der letzten Station ihres Lebens beim Sammeln von Nektar, Pollen und Wasser verliert sie ein paar Haare, so dass sie nicht mehr so flauschig wirkt . Bei der Trachterkundung dienen die Fühler als Geruchssinn.
Es kann zwischen Sommer- und Winterbiene unterschieden werden, die äußerlich jedoch nicht zu unterscheiden sind: die Sommerbienen leben in der Regel um die vier Wochen, die Winterbienen schlüpfen zwischen Juli und Oktober und leben zwischen sechs bis neun Monate.

 

Die Drohnen

Die männlichen Bienen werden vermehrt im Frühjahr gebildet, damit sie die Jungköniginnen begatten können. Die Drohnenwaben sind etwas geräumiger als die der Arbeiterinnen, da die Drohnen größer sind. Die Entwicklung dauert auch etwas länger (24 Tage). Es braucht 40 Tage, damit eine Drohne geschlechtsreif wird und nach einer Königin Ausschau halten kann. Dafür ist ihr Geruchs- und auch Sehvermögen besser ausgeprägt als bei den Arbeiterinnen. Drohnen können eine Königin nur ein einziges Mal begatten, danach sterben sie. Außer dem Begatten der Königin helfen Drohnen bei der Aufzucht der Brut, sie wärmen sie. Drohnen können jedoch nicht stechen und müssen sogar gefüttert werden.

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